Montag, den 24. Juni 2013 um 14:39 Uhr

 

Auch in diesem Jahr wollten Neo-Nazis unter dem Deckmantel „Bürgerinitiative für Meinungsfreiheit“ den Volksaufstand in der DDR vom 17. Juni 1953 für ihre Zwecke missbrauchen. Über 200 Bürgerinnen und Bürger wollten das nicht zulassen und zogen unter dem Motto „Merseburg stellt sich quer“ durch die Stadt.

 

 

Bereits ab 11 Uhr versammelten sich alle Freunde der Demokratie von verschiedenen Parteien, Vereinen, Verbänden und Initiativen bei Livemusik auf dem Bahnhofsvorplatz. Es sprachen Vertreter aus Stadt und Land, darunter auch der Oberbürgermeister Jens Bühligen, um klarzumachen, dass Merseburg eine bunte Stadt ist und bleibt.

Nach den Wortbeiträgen setze sich das breite Bündnis gegen Rechts in Bewegung und durchquerte entlang der König-Heinrich-Straße, sowie der Bahnhofstraße, Burgstraße, Entenplan und Teichstraße die Innenstadt.

Am Ende der Veranstaltung fand eine Sondersitzung  des Stadtrates unter freiem Himmel statt.

Nicht zum ersten Mal instrumentalisierten Neo-Nazis den Volksaufstand von 1953 für sich. Zuletzt hatten diese im Juni 2011 demonstriert.

Es war für die JuLis selbstverständlich, sich an dem Aufruf des Bündnisses gegen Rechts zu beteiligen und mit durch die Stadt zu ziehen, weil Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Hass nicht mit unseren Vorstellungen einer liberalen, toleranten und weltoffenen Bürgergesellschaft vereinbar sind. Wir JuLis sind aber auch gegen das NPD-Verbotsverfahren, das mehrfach gefordert wurden war, weil wir der Auffassung sind, dass rechtsradikale Gesinnung nicht verschwindet, wenn man sie verbietet. Sollte die NPD verboten werden, würde deren Gedankengut nicht einfach sterben, sondern nur schwerer kontrollierbar machen.