Mittwoch, den 29. Mai 2013 um 08:33 Uhr

 

Bereits zum 23. Mal wurde am Freitag, dem 17. Mai 2013, der Internationale Tag gegen Homophobie nun begangen. Auch wir Junge Liberale Saalekreis haben im Merseburger Domstadtkino auf die Diskriminierung von Schwulen und Lesben aufmerksam gemacht.

Auf zwei Punkte kam es uns dabei ganz besonders an:

Nach der Eröffnung wurde zunächst das neue Polizeigesetz in Sachsen-Anhalt thematisiert, welches nach Marcus Faber, stellv. Landesvorsitzender der FDP in Sachsen-Anhalt, eine erhebliche Diskriminierung von homosexuellen Menschen darstellt. Dem Gesetz nach sind HIV-Zwangstests möglich, wenn sich Sicherheitskräfte wie Polizisten oder Rettungssanitäter bei sogenannten "Risikogruppen" verletzt haben. Zu diesen "Risikogruppen" zählen Homosexuelle, Drogenabhängige, Obdachlose und Ausländer. Bisher war vor dem Test die Zustimmung des Betroffenen einzuholen.

Anschließend konnte sich das Publikum im Kinosaal auch ein Bild von der Situation von sexuellen Minderheiten in Uganda machen. Der Film „Call me Kuchu“ beschreibt die Gefahr, denen sexuelle Minderheiten nach ihrem Outing in dem afrikanischen Land ausgesetzt sind.

Als „sehr bewegend“ bezeichnete Matthias Rauch, Kreisvorsitzender der JuLis Saalekreis, den Film und moderierte die folgende Frage- und Diskussionsrunde mit Michael Kauch, MdB und Koordiantor der Schwulen und Lesbenpolitik der FDP-Bundestagsfraktion und Lasse Becker, Bundesvorsitzender der Jungen Liberalen.

Nach der Veranstaltung bestand noch die Möglichkeit, mit allen Ehrengästen ins Gespräch zu kommen. Wir JuLis bewerten den Abend als sehr gelungen und hoffen, einen kleinen Teil zum Abbau von Intoleranz in der Gesellschaft beigetragen zu haben.